AKTUELLES

Austauschrunde über die aktuelle Impfsituation in Schleswig-Holstein

Der Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein lud alle Ansprechpartner:innen zur Austauschrunde über die aktuelle Impfsituation gegen COVID-19 bei Zoom ein. Gemeinsam wurde der aktuelle Stand in den Kreisen und kreisfreien Städten diskutiert und dann über das Gespräch mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein informiert. Zur Zeit laufen in Lübeck und Ostholstein bereits die Impfungen an und in Kiel sowie Rendsburg findet es in Kürze statt. Bei den anderen Kreisen und kreisfreie Städte ist die Kommunikation mit den Zuständigen zum Teil sehr schwierig oder man wird an das Gesundheitsministerium verwiesen. Zum Schluss haben wir noch gemeinsam diskutiert, wie es weiter geht. Das nächste Treffen findet am 03.06.2021 statt, weil dann die neue Informationen aus dem Bund-Länder-Gespräch vorliegen wird, wie mit dem Impfprocedere weitergeht und ob die Impfpriorisierung in den Impfzentren aufgehoben wird. Wir bleiben weiterhin am Ball. 

Sechs taube Frauen engagieren sich ehrenamtlich auf der politischen Ebene

In Schleswig-Holstein gibt es bisher sechs taube Frauen, die sich auf ehrenamtlicher Basis politisch engagieren: Cortina Bittner und Petra Jütting sind im Landesbeirats zur Teilhabe für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holstein, Christina A. Benker im Behindertenbeirat der Landeshauptstadt Kiel, Gudrun Müller im Behindertenbeirat der Hansestadt Lübeck und Monika Gascard im Behindertenbeirat im Kreis Ostholstein. Marie-Elisabeth Zachow ist hauptamtliche Beauftragte für Menschen mit Behinderung im Kreis Dithmarschen und ist selbst hörbehindert. Christina A. Benker ist ebenfalls Mitglied der SPD Kiel und vom Kieler SPD-Kreisverband gewähltes stellvertretendes Mitglied im Kieler Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Wohnen. Der Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e.V. begrüßt es sehr, dass die sechs Frauen aktiv sind und sich dem Wohl u.a. tauber Menschen in Schleswig-Holstein einsetzen. Wer die Möglichkeit hat, soll sich auch politisch engagieren, denn dadurch erhalten taube Menschen mehr Mitsprachrecht.

Fünfte Austauschrunde zum Thema "Notruf App - NORA"

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. veranstaltete am 18.05.2021 das 5. Austauschtreffen zum Thema "Notruf-App". Christina A. Benker war für den Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e.V. anwesend und gemeinsam mit den anderen Landesverbänden haben wir Feedback zum Testverfahren der NORA-App abgegeben. Es sind noch einige Kleinigkeiten, die verbessert müssen. Doch der Haupt-Knackpunkt war, dass die App nicht mit Videochat gekoppelt werden kann. Dies wurde von allen Landesverbänden klar kritisiert und daraufhin entbrannte eine Diskussion. Am Ende haben wir dann abgestimmt, dass der Deutsche Gehörlosen Bund e.V. - auf Empfehlung von Christina A. Benker, anwaltlichen Beistand einholt, damit unser Recht mit der Videotelefonie bei einer App, der durch den Bund mit 4,5 Millionen Euro finanziert, durchgesetzt wird. Denn es kann nicht sein, dass gehörlose Menschen außen vor stehen. Zum Schluss wurde auch erwähnt, dass beim nächsten Treffen in 4 Wochen die Software von "Emergeny Eye" vorgestellt wird, die eventuell in der 2. oder 3. Phase der Implementierung der App mit einfließen kann. Damit können gehörlose Menschen ein Videoanruf an die nächstmögliche Leitstelle wenden. Wir bleiben weiterhin am Ball.

Information für alle taube Kieler:innen für die Impfung gegen COVID-19

Christina A. Benker, die Mitarbeiterin des Gehörlosen-Verbandes Schleswig-Holstein e.V. richtet sich mit dem Video an alle taube Kieler:innen (nicht vom Kieler Umland und anderen kreis(freien) Städten in Schleswig-Holstein). In dem Video erklärt sie, dass alle taube Kieler:innen sich bis 31.05.2021 bei Christina A. Benker unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für eine Impfung gegen COVID-19 anmelden können. Wer schon einen Impftermin vereinbart hat, soll bitte bei dem Termin bleiben. Wer noch keinen Termin hat, bitte mit folgenden Angaben anmelden: 

- Vor- und Nachname
- E-Mailadresse
- Alter
- Vorerkrankung vorhanden?
- Grad der Behinderung (siehe Schwerbehindertenausweis)

Bis 31.05.2021 wird Christina A. Benker die Namen und Daten sammeln und dieses dann an den Zuständigen der Stadt Kiel weiterleiten. Alle Daten werden vertraulich und nach dem EU-DGSVO behandelt.

 Erklärung in DGS
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Zusätzlicher Hinweis: 
Für Lübeck steht Gudrun Müller als Ansprechpartnerin zur Verfügung und die Gruppenimpfungen laufen bereits an.
Für Ostholstein steht Monika Gascard als Ansprechpartnerin zur Verfügung und die Gruppenimpfungen wird in Kürze durchgeführt.
Für Rendsburg-Eckernförde steht Beate la Mendola als Ansprechpartnerin zur Verfügung und die Gruppenimpfungen wird in Kürze durchgeführt.

Bericht über das Treffen mit der Landesregierung über den Landesaktionplan 2022

Nach der letzten Arbeitsgruppensitzung für den Landesaktionplan 2022 am 31.04.2021 und 06.05.2021 folgte am 15.05.2021 das offizielle online Treffen bei Zoom mit Herr Küssner, der in der Gesamtkoordination UN-Behindertenrechtskonvention der Staatskanzlei der Landesregierung Schleswig-Holstein angestellt ist. Ihm haben wir unsere 11-seitige überarbeitete Aktionsplans übermittelt, die von Petra Jütting und Christina A. Benker angefertigt wurde. Viele Kritikpunkte wurde angesprochen und alle Punkte hat Herr Küssner aufgenommen und wird dieses an die Ministerien weitergeben. Denn die Landesregierung arbeitet an einem neuen Landesaktionsplan, bei dem der Abbau der Barrieren im Vordergrund steht. Bis Ende Mai können sich Vereine und Bürger:innen etc. ihre Vorschläge einbringen und im Jahr 2022 soll die offizielle Landesaktionsplan vorgestellt werden. In vielen Punkten sind die fünf Bereiche der UN-Behindertenrechtskonvention angesprochen worden (Gebärdensprache Art.2, Barrierefreiheit Art. 9, Recht der freien Meinungsäußerung, Meinungsfreiheit und Zugang zu Informationen Art. 21, Bildung Art.24 und Teilhabe an Kultur, Freizeit und Sport Art. 30). Es war ein gutes Gespräch und hat ein positives Gefühl hinterlassen. Nun sind wir auf die offizielle Präsentation gespannt.

Kontakt in Gebärdensprache bei Diskriminierungserfahrung oder -fragen

Die Antidiskriminiserungsstelle bietet ein Service für gehörlose Menschen an - SQAT (Signing Question Answer Tool) Damit können gehörlose Menschen, die eine diskriminierende Erfahrung gemacht oder beobachtet haben, Kontakt mit der Antidiskriminierungsstelle aufnehmen und dort eine Anfrage oder Beschwerde einreichen. Das Anliegen kann in Gebärdensprache erfolgen und wird an den SQAT-Team weitergeleitet. Dort wird es in Schriftsprache übersetzt und an das Beratungsteam der Antidiskriminierungsstelle geschickt. Die Antwort wird wiederum in Gebärdensprache übersetzt und der gehörlosen Person zugeschickt.

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Kontakt

Gehörlosen-Verband
Schleswig Holstein e. V.

Hasseer Str. 47
24113 Kiel

Kontakt: Geschäftsstelle

Spenden

Gehörlosen-Verband
Schleswig-Holstein e.V.

Kieler Volksbank eG
IBAN: DE66 2109 0007 0090 0694 04
BIC: GENODEF1KIL

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