Alles rund um die Gebärdensprache

Die Deutsche Gebärdensprache ist ein eigenständiges Sprachsystem, mit dem sich alles ausdrücken lässt: Gefühle, Fachbegriffe, Neuigkeiten, Abstraktes, Witze usw. Die Wahrnehmung der Sprache erfolgt rein visuell, d.h. über die Augen. Anders als bei gesprochenen Sprachen wird zur Sprachproduktion neben dem Mund auch der Körper (Hände, Arme, Oberkörper, Kopf) eingesetzt. Eine besondere Rolle spielt außerdem die Mimik, die Teil der komplexen Gebärdensprach-Grammatik ist.

Die häufige Frage, ob die Gebärdensprache eigentlich international ist, muss verneint werden. Gebärdensprachen unterscheiden sich von Land zu Land (z.B. British Sign Language (BSL), American Sign Language (ASL), Langue des Signes Francaise (LSF) etc. Gehörlose Menschen aus aller Welt können sich nach kurzer Eingewöhnung jedoch miteinander verständigen. Übrigens: Auch innerhalb Deutschlands gibt es in der Gebärdensprache verschiedene Dialekte wie bayerisch, kölsch, sächsisch etc.

Die Deutsche Gebärdensprache ist wissenschaftlich erforscht und wird an mehreren deutschen Hochschulen gelehrt. Auch Volkshochschulen, Gehörlosenverbände und private Sprach­schulen bieten für Interessierte Gebärdensprachkurse an. Wie bei anderen Sprachen auch, lernt es sich am besten bei „Muttersprachlern“. Die hier angegebenen Kurse werden von gehörlosen Dozenten geleitet und richtet sich nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeRS). Am Ende des Kurses erhalten Sie nach erfolgreichem Bestehen des Assessments eine Bestätigung, um an einem weiteren vertiefendem Kurs teilnehmen zu können. 

In den beiden Unterkategorien können Sie weitergehende Informationen über gehörlose Menschen einholen und erfahren, wo Sie die Gebärdensprache lernen können. Wenn Sie weitergehende Informationen benötigen, nehmen Sie Kontakt mit der Zuständigen auf: 

Christina A. Benker
Gebärdensprachpädagogin