Die Deutsche Gebärdensprache ist als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden

 

Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. hat auf Antrag und Betreiben des Gehörlosenverbandes Hamburg die Deutsche Gebärdensprache als nationales Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Das ist eine tolle Nachricht, denn in den 80er Jahren haben die drei Musketiere Heiko Zienert, Alexander von Meyenn und Wolfgang Schmidt gemeinsam mit Prof. Dr. Prillwitz der Deutschen Gebärdensprache einen Namen gegeben, dass unsere Sprache, die wir vorher als "plaudern" bezeichnet haben, eine richtige Sprache ist mit eigenständiger Grammatik und Struktur. Daraufhin begann der damaliger Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V., Ulrich Hase, den Kampf zur Anerkennung dieser Sprache, was auch durch Gerlinde Gerkens zu Ende gebracht wurde und seit 2002 im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG) als solche gesetzlich anerkannt wurde. Jetzt wurde im März 2021 die Deutsche Gebärdensprache noch als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt. Welch ein Erfolg. Nun streben wir alle auf das Ziel, dass die Deutsche Gebärdensprache auch als Minderheitensprache in Deutschland anerkannt werden muss. Es bleibt weiterhin spannend.