Vierte Austauschrunde zum Thema "Notruf App des Bundes Nora

 

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. veranstaltete am 22.03.2021 das 4. Austauschtreffen zum Thema "Notruf-App". Wieder waren viele Landesverbände anwesend. Darunter auch Agnes Kraft und Christina A. Benker für den Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e.V.. Bei diesem Austauschtreffen wurden drei Mitarbeiter der GuK (=Geschäfts- und Koordinierungsstelle der Notruf-App-System "Nora") eingeladen und sie haben über die Historie, Herausforderungen, Anforderungen, Barrierefreiheit, Funktionen und Zeitplanung der Nora-App informiert. Zum Schluss haben wir dem GuK noch einmal sehr deutlich gemacht, dass die Barrierefreiheit nur mit Gebärdensprache gegeben ist und nicht nur mit der Chatfunktion bzw. dem alleinigen Absetzen des Notrufs durch Piktogramme. Da die Kommunikation wechselseitig sein muss, muss auch gehörlose Menschen die Möglichkeit erhalten, dass sie sich auch über die Gebärdensprache ausdrücken können. Doch das Problem ist, dass in dem Konzept, das die Innenministerien der 16 Bundesländern gemeinsam vereinbart haben, keine Gebärdensprache vorgesehen hat, deshalb muss der GuK das auch nicht umsetzen. Dann gab es noch eine Diskussion, warum es seitens der GuK keine Gebärdensprache nachträglich eingefügt werden kann. Um das Ganze zusammenzufassen, hat der DGB e.V. bereits von Anfang an versucht, an dem Konzeptverfahren einzubringen, was leider nicht geklappt hat. Jetzt hat es - nachdem der DGB e.V. geklagt hat - einen Platz in der Task Force im GuK bekommen und hat darin nur eine beratende Funktion. Jetzt besteht die Hoffnung, dass eine Passage des Telekommunikationsgesetz geändert wird, denn dadurch kann die Nortuf-App beeinflusst werden und im nach hinein doch noch mit Gebärdensprache verbunden werden. Wir bleiben weiterhin am Ball...